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12.07.2018, 16:49 Uhr | Charlotte Brass
Mein Gespräch mit dem schul- und bildungspolitischen Sprecher der CDU, Frank Rock MdL
Ein Bericht unserer Praktikantin Charlotte
Heute hatte ich die Chance mich mit dem schul- und bildungspolitischen Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Frank Rock MdL zu unterhalten. Seit mehreren Jahren ist er als Politiker aktiv. Zu Beginn neben seinem Hauptberuf als Direktor und Lehrer in einer Grundschule und heute als Abgeordneter für Frechen, Hürth und Kerpen.

 
Charlotte mit Frank Rock
Zu dem aktuellen Thema G9 vertritt er die Meinung, dass durch die Erneuerung der Lernpläne die Schüler mehr Zeit haben werden, für die individuelle Fortbildung. Es soll den Schulen wieder möglich sein, die Schüler auch nur halbtags zu unterrichten oder den Nachmittagsunterricht für die Förderung zu nutzen.
Das Niveau des Abiturs ist den letzten Jahren immer mehr gesunken. Nun verfolgt die CDU das Ziel, dieses nicht noch weiter sinken zu lassen. Hervorzuheben ist jedoch, dass in kaum einem Land Schülerinnen und Schüler kostenlose Bildung genießen dürfen.
 
Auch zum Thema Digitalisierung hat er verdeutlicht, dass dies ein wichtiges Thema sei. Lehrer müssen nicht zwingend durchgehend mit möglichen elektronischen Geräten arbeiten und dennoch muss die Möglichkeit gegeben sein, diese verwenden zu können. Digitalisierung ist wichtig und in der heutigen Zeit unverzichtbar.
 
Herr Rock gab mir dazu einen Einblick in die Problematik der Inklusionsklassen. Es ist nicht so einfach Schülerinnen und Schüler mit geistigen Behinderungen in einer regulären Klasse zu unterrichten. Es muss selbstverständlich die Möglichkeit geben Kinder auch in Inklusionsklassen
zu unterrichten, jedoch sollen Eltern selbst entscheiden dürfen, ob das eigene Kind in einen solche oder nicht in eine Förderklasse gehen soll. Als einen möglichen Lösungsweg schlägt er Förderklassen an regulären Schulen vor. Die Schülerinnen und Schüler könnten so z.B. in Fächern wie Sport zusammen unterrichtet werden und können aber auch individuell gefördert werden. Alternativ könnten extra Stunden dafür eingerichtet werden.
 
Im Laufe des Gesprächs stellte sich dazu die Frage, ob Jugendliche zu wenig Interesse an der Politik zeigen würden. Es ist normal, dass sich nicht jeder Jugendliche aktiv für Politik interessiert. Wichtig sei es, dass schon junge Menschen wählen gehen und die Wichtigkeit von Demokratie verstehen! Außerdem sollte man lernen Dinge kritisch zu hinterfragen und nicht alles als Fakten hinzunehmen, und genau darin liegt die Aufgabe der Schulen.
 
Alles in einem war es ein sehr interessantes Gespräch und ich bin sehr froh und dankbar, dass sich Herr Rock trotz seiner vielen Termine Zeit für unser Gespräch genommen hat.

 
Mit freundlichen Grüßen
Charlotte Brass